12. Juni 2026 · 
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Sexualisierte Gewalt: Landeskirche gibt Studie zu verurteiltem Diakon in Auftrag

Sephir Arden vom Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) untersucht im Auftrag der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers Fälle sexualisierter Gewalt eines ehemaligen Diakons. Dieser sei bereits Ende 2002 vom Landgericht Hannover zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 11 Monaten verurteilt worden. Dabei sei es um unterschiedliche Konstellationen sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen sowie die Verbreitung pornografischer Schriften gegangen. Für die Landeskirche sei dieser Fall-Komplex von besonderer Bedeutung, weil im Rahmen der Berichterstattung deutlich geworden sei, dass noch zahlreiche weitere Personen betroffen sind, die der Landeskirche Hannovers bis heute nicht alle namentlich bekannt sind. Das Forschungsteam soll diesen Fall in den nächsten zwei Jahren umfassend ausleuchten. Besonderes Augenmerk wolle man dabei auf die Verantwortlichkeiten und Bedingungen legen, die die Taten in der Kinder- und Jugendarbeit ermöglichten, begünstigt oder nicht verhindert haben. „Die große Zahl an betroffenen Personen durch einen einzigen Täter zeigt, wie wichtig gerade der Blick auf innerkirchliche Strukturen ist, die solche Taten nicht nur haben geschehen, sondern auch den Täter über lange Zeit haben gewähren lassen“, erklärte dazu Hannovers Kirchenamtspräsident Jens Lehmann. Wer einen Beitrag zur Aufarbeitung dieser Fälle leisten möchte, kann sich über aufarbeitung-hannover@ipp-muenchen.de beziehungsweise telefonisch unter (089) 54359 77-0 an die Wissenschaftler wenden.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #109.
Niklas Kleinwächter
AutorNiklas Kleinwächter

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