
Susana Alejandro, Präsidentin und CEO der spanischen Saica-Gruppe, hat die Übernahme des Northeimer Verpackungsherstellers Thimm als „bedeutenden Meilenstein“ für die Wachstumsstrategie ihres Unternehmens bezeichnet. Mit der Freigabe durch die EU-Kommission ist der bereits im Mai angekündigte Verkauf abgeschlossen. Für Thimm beginnt damit ein neues Kapitel: Nach 77 Jahren als Familienunternehmen ist der 1949 in Northeim gegründete Hersteller von Wellpappenverpackungen mit neun Werken in Deutschland, Polen, Tschechien und Rumänien nicht länger eigenständig. Das Unternehmen beschäftigt rund 2500 Mitarbeiter und erzielte 2024 einen Umsatz von 539 Millionen Euro. Am Stammsitz in Northeim war der Eigentümerwechsel mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden. „Für Northeim ist entscheidend, dass der Standort erhalten bleibt, Arbeitsplätze gesichert werden und die Beschäftigten frühzeitig Klarheit bekommen“, sagte Bürgermeister Simon Hartmann (SPD). Stadt und Wirtschaftsförderung stehen nach eigenen Angaben bereits im Austausch mit der Unternehmensführung. Saica will Thimm nun schrittweise in den Konzern integrieren und damit seine Präsenz in Mittel- und Osteuropa ausbauen. Entlassungen sind nach Unternehmensangaben bislang nicht geplant.


