20. Feb. 2026 · 
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Landessynode wählt Wencke Breyer zur Präsidentin und gründet progressive Gruppe

Foto: Jens Schulze

Wencke Breyer, Diplom-Ökonomin aus Hannover, ist neue Präsidentin der hannoverschen Landessynode. Das Parlament der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers hat die 48-Jährige in seiner konstituierenden Sitzung bei zwei Enthaltungen gewählt. Sie folgt damit auf den Richter Matthias Kannengießer, der sich nicht erneut für die Landessynode hat aufstellen lassen. Breyer wirkte bereits in den vergangenen 15 Jahren als Vizepräsidentin der Synode. Hauptberuflich ist sie beim niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur beschäftigt. Breyer hat sich der neuen Synodengruppe „Kirche in Bewegung“ angeschlossen. In den vergangenen Jahrzehnten sortierten sich die Mitglieder der Landessynode für gewöhnlich entweder der Gruppe Offene Kirche (GOK) oder der Gruppe Lebendig.Vielfältig.Kirche. (LVK) zu, die als liberaler beziehungsweise konservativer Flügel des Parlaments verstanden werden konnten. Doch diese Aufteilung habe sich zuletzt abgeschwächt, heißt es aus der Synode. Inzwischen seien die Synodalgruppen eher Orte der Vernetzung. Pastorin Franziska Baden, eine der Initiatorinnen der neuen Gruppe, hat erklärt, der Zusammenschluss wolle besonders „machtsensibel“ sein: „Wir wollen auf allen Ebenen fördern, dass über die Verteilung von Macht gesprochen wird, und auch den Blick auf unseren eigenen Umgang mit Macht schärfen.“ Weitere Schwerpunkte seien Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #035.
Niklas Kleinwächter
AutorNiklas Kleinwächter

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