„Hendricks Negativ-PR missfällt den Bauern allzu sehr.“ Werbeprofis wissen, dass sie vor allem mit positiven Botschaften punkten können. Negativ-PR funktioniert nur selten. In diesem Fall allerdings dürfen die vom Ministerium Gescholtenen die Kampagne gegen sie auch noch mit den eigenen Steuergeldern selbst bezahlen, um sich dann zum Beispiel ausgerechnet vom Naturschutzbund vorwerfen zu lassen, dass es ihnen an „Humor- und Schuldbewusstsein“ mangele. Der Nabu selbst ist bei Umweltthemen allerdings auch bisher niemandem als besonders humorvoller Gesprächspartner aufgefallen, wenn es um die eigene Sache geht.
„Als war es nicht gleich abzusehn, es geht um Fehler im System.“ Die Kampagne hat in der Tat Fehler deutlich werden lassen, allerdings nicht - wie vom Bundesumweltministerium gewünscht - im Agrarbereich sondern im Ministerium selbst. Dort wurden noch kurz vor der Bundestagswahl 1,5 Millionen Euro für eine fragwürdige Kampagne ausgegeben, der es nicht nur am nötigen Respekt vor den Bauern, sondern auch noch an Niveau fehlt. Allerdings hat die Kampagne auch etwas Positives bewirkt. „Ist der Bauer mal zufrieden, kann's an der Politik nicht liegen!", so textete einer der zahlreichen Kritiker der Kampagne. Die Deutschen dichten wieder – immerhin etwas.
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