19. Jan. 2017
Wirtschaft

Enormer Zuzug stellt Stadtentwickler vor große Herausforderungen

Der starke Zuzug stellt die Städte vor enorme Herausforderungen. Das wurde am Abend auf einer Diskussionsveranstaltung der Lavesstiftung in Hannover deutlich. „Es geht inzwischen um Stadtentwicklung in einem Maßstab, der einem Respekt einflößt. Wir wissen ja auch nicht genau, wie man das macht", sagte Franz-Josef Höing, Dezernent für Stadtentwicklung in Köln. Der gleichzeitige Bau von Wohnungen und Infrastruktur sei ein Kraftakt, den es in dieser Form in den vergangenen Jahrzehnten nicht gegeben habe. Experten schätzen, dass Köln in den nächsten 20 Jahren um 200.000 Einwohner wachsen könnte. Lesen Sie auch:   Auch Hannover wird ein Wachstum von 30.000 Einwohnern bis zum Jahr 2030 vorhergesagt. Hannovers Stadtbaurat Uwe Bodemann zeigte sich optimistisch, was den Bau neuer Wohnungen angeht. Es gebe für 2018 bereits Baurecht für 10.000 Wohnungen. Auch das Interesse der Wohnungswirtschaft am Baugebiet Kronsberg-Süd am südöstlichen Stadtrand sei sehr groß. Es gebe bereits Interessenbekundungen für das gesamte Gebiet. Bodemann hofft, dass dort ab dem kommenden Jahr gebaut werden kann. Für den Präsidenten der niedersächsischen Architektenkammer, Wolfgang Schneider, ist die Wohnungsfrage zu einer gesamtgesellschaftlichen Frage geworden. „Zahlreiche Haushalte haben zunehmend Probleme, am Markt adäquate Wohnungen zu finden", mahnte er.  
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #12.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning