Polizist Marius Beernink hat sich seinen Kindheitstraum erfüllt. Foto: Christian[/caption]
Zu viel Arbeit für zu wenige Beamte, zu schlechte Entlohnung und vielfältiger werdende Gefahren – es wird viel über die Probleme der niedersächsischen Polizei gesprochen. Doch noch hat die Polizei zumindest zahlenmäßig kein Nachwuchsproblem. 5713 hatten sich im vergangenen Jahr beworben, 1136 wurden zum Studium an der Akademie zugelassen – durch die im Koalitionsvertrag vereinbarte, schrittweise Aufstockung schon mehr Anwärter als in den Vorjahren. Und in diesem Jahr sollen es nochmal 500 mehr werden.
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Ein künftiger Polizist muss nicht nur sportlich sein. Er muss auch Einfühlungsvermögen besitzen, Zusammenhänge schnell begreifen können und die deutsche Sprache perfekt beherrschen. Vor allem an Letzterer scheitern immer mehr Bewerber. „Für mich war die Polizei immer Freund und Helfer“, sagt Beernink. Dass Polizeiarbeit im Streifendienst aber hauptsächlich aus Routinearbeit wie die Aufnahme von Verkehrsunfällen oder Kontrollen bei Ruhestörungen besteht, sei ihm erst als junger Erwachsener klargeworden. Trotzdem biete der Job ihm den Reiz, morgens nicht zu wissen, was der Tag für ihn bereithält. „Die Lage kann sich ständig ändern. Ich mag diese Ungewissheit.“


