
Christian Dürr, ehemaliger Fraktions- und Bundesvorsitzender der FDP, wechselt in die Privatwirtschaft. Der 49-Jährige aus Ganderkesee übernimmt zum 1. August die Geschäftsführung des Münchner Energie-Start-ups GLE360. Das Unternehmen will Produzenten synthetischer Kraftstoffe (E-Fuels) aus aller Welt mit Abnehmern in Europa vernetzen. Neben der Vermittlung übernimmt das Start-up auch technische Beratung, Logistik und die nach EU-Recht erforderliche Zertifizierung. Dürr zufolge passt das Geschäftsmodell seines neuen Arbeitgebers gut zu seinen energiepolitischen Überzeugungen. „Der Ansatz, ausschließlich auf eine Technologie wie die Elektromobilität zu setzen, wird nicht funktionieren“, sagte er. „Der Import und Einsatz von E-Fuels ist ein entscheidender Beitrag dazu, wieder wettbewerbsfähig zu werden und gleichzeitig die Klimaziele nicht aus den Augen zu verlieren.“ Hinter GLE360 stehen die Unternehmer Michael Kühlwein und Justus Holzmann, die bislang vor allem als McDonald's-Franchisenehmer bekannt sind. Mit dem Wechsel endet eine mehr als 20-jährige politische Laufbahn. Dürr führte zunächst die FDP-Landtagsfraktion in Niedersachsen, später die Bundestagsfraktion und war nach dem Bruch der Ampel-Koalition bis Mai dieses Jahres Bundesvorsitzender der FDP.


