WLAN in Seniorenheimen wird voraussichtlich bald Pflicht
In niedersächsischen Seniorenwohnheimen dürfte demnächst WLAN zur Pflicht werden. Davon geht das Sozialministerium aus. Heimbetreiber seien verpflichtet, ihre Leistungen nach dem jeweils allgemein anerkannten Stand fachlicher Erkenntnisse zu erbringen. Man gehe davon aus, dass die Möglichkeit der drahtlosen Internetnutzung dem aktuellen Stand der fachlichen Erkenntnisse entspreche, heißt es in einer Antwort des Sozialministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Meta Janssen-Kucz. Eine entsprechende Regelung sei auch in der geplanten Änderung der Verordnung über bauliche Mindestanforderungen vorgesehen, die sich gerade in der Verbandsbeteiligung befindet.
Eine kurzfristige Umfrage des Ministeriums unter 52 Heimaufsichtsbehörden in den Kommunen ergab, dass rund 37 Prozent der Heime über WLAN für die Bewohner verfügten. Bei Wohngemeinschaften und dem betreuten Wohnen war es jeweils etwa die Hälfte. „Auch wenn bei den heute in stationären Einrichtungen lebenden pflegebedürftigen Bewohnern der Wunsch nach einer Internetnutzung noch allenfalls schwach ausgeprägt ist, hält die Landesregierung es für zeitgemäß, sowohl diesen als auch künftigen Bewohnern den Zugang zum Internet zu ermöglichen“, so die Einschätzung des Sozialministeriums.
Auch bei Senioren hat die Nutzung von Smartphones und Tablets stark zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Vereins „D21“, ein gemeinnütziges Netzwerk, das sich mit digitalen Themen befasst. Demnach ist fast die Hälfte der über 70-Jährigen inzwischen online. Bei den über 65-Jährigen nutzt inzwischen jeder Fünfte den Messengerdienst WhatsApp.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #027.