Blick aus dem 17. Stock des Nord/LB-Gebäudes in Hannover - Foto: KW[/caption]
Eine Sprecherin von Finanzminister Peter-Jürgen Schneider sagte, die HannBG habe sowieso noch bis Ende März Zeit, ihre Finanzsituation darzulegen. Auch der Jahresabschluss für 2016 liege bisher ja nicht vor, und wenn dieser fertig sei, müssten zunächst Wirtschaftsprüfer das Ergebnis bewerten. In Regierungskreisen heißt es, es sei unwahrscheinlich, dass die HannBG ihre Reserven anfassen oder sogar den Landtag um einen Kapitalzuschuss werde bitten müssen.
Unterdessen hat der neue Vorstandsvorsitzende der Nord/LB, Thomas Bürkle, von anhaltenden Problemen auf dem Weltmarkt gesprochen, die auch Auswirkungen auf den Markt der Schiffsfinanzierungen hätten. Neue Schiffe würden derzeit weniger nachgefragt als bisher, weil der Welthandel sich schwächer entwickele als die Produktion. Das liege daran, dass viele Waren für die Binnenmärkte produziert werden oder dass es beispielsweise mehr Fernwartungen über 3-D-Drucker gebe und der weltweite Güteraustausch damit nicht mehr so gefragt sei. „Positive Impulse im Welthandel lassen noch auf sich warten“, sagte Bürkle. Nach Einschätzung der Nord/LB könne das für die Schiffsfinanzierungen noch problematischer werden, wenn sich protektionistische Tendenzen des neuen US-Präsidenten Donald Trump verstärken würden. Man rätsele, was Trump eigentlich wolle, sagte Bürkle. „Aber es würde schwierig werden, eine protektionistische Politik eine Wahlperiode lang durchzuhalten.“

