Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), fordert zum heutigen Start der Nationalen Maritimen Konferenz in Bremen eine bessere finanzielle Ausstattung der niedersächsischen Seehäfen. „Für den Bund und die Länder ist es eine Aufgabe von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung, eine verlässliche Finanzierung der Hafeninfrastruktur und der Hinterlandanbindung sicherzustellen“, sagt Müller.

Der Unternehmervertreter plädiert für eine einheitliche Strategie sowie eine gemeinsame Vermarktung der deutschen Seehäfen. „Unsere Seehäfen sind in einem beklagenswerten Zustand. Über viele Jahre wurde hier nicht ausreichend investiert“, bestätigt Thomas Echterhoff, Präsident des Bauindustrieverbands Niedersachsen-Bremen. In Bremen treffen sich heute und morgen rund 800 Teilnehmer, um über die Zukunft der maritimen Wirtschaft zu sprechen. Neben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) werden unter anderem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Staatssekretärin Daniela Kluckert (FDP) aus dem Bundesverkehrsministerium erwartet.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) will bei der Tagung zusammen mit den Vertretern der anderen Küstenländer eine „Zeitenwende in der Seehafenfinanzierung“ einfordern. „Unsere Häfen sind die Möglichmacher von Transformation und Energiewende für Deutschland insgesamt“, betont Lies. Niedersachsen sei bei der Finanzierung mit mehreren hundert Millionen Euro in Vorleistung getreten. Nun müsse der Bund nachziehen.


