
Stefanie Otte, Präsidentin des Oberlandesgerichts Celle, vertritt das Land Niedersachsen künftig in der Unabhängigen Regionalen Aufarbeitungskommission (Urak) der evangelischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen. Als zweiten Vertreter entsendet die Landesregierung außerdem Kolja Baxmann, Abteilungsleiter in der niedersächsischen Staatskanzlei. Für Bremen wird die frühere Präsidentin des Oberlandesgerichts, Karen Buse, in der Kommission mitarbeiten. Die Urak soll einen Beitrag dazu leisten, die regional unterschiedlichen institutionellen Ursachen für sexuellen Missbrauch in den Kirchen zu untersuchen und abzustellen. Neben den drei staatlichen Vertretern wirken auch drei Delegierte aus den Gruppen der Betroffenen sowie drei durch Kirche und Diakonie benannte Fachleute mit. Die Auswahl der staatlichen Vertreter hatte sich verzögert, weil die Betroffenengruppen die zuerst benannten Kandidatinnen aus Niedersachsen aufgrund ihrer Kirchennähe abgelehnt hatten. Vorgeschlagen waren die heutige Präsidentin der Klosterkammer, Thela Wernstedt (SPD), und die frühere Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne), die bereits im Bistum Hildesheim als Ombudsfrau für eine Aufarbeitungsstudie gearbeitet hatte. Beide engagieren sich in der evangelischen Kirche und waren Mitglieder der Landessynode Hannovers.


