26. Nov. 2015
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Rundt hisst Protest-Flagge für misshandelte Frauen

(rb) Hannover. Anlässlich des Internationalen Tages zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen und aus Solidarität mit den Frauen, die weltweit brutaler Gewalt und Willkür ausgeliefert sind, hat Niedersachsens Frauenministerin Cornelia Rundt am Mittwoch eine Protest-Flagge an ihrem Ministerium gehisst. Die Ministerin verwies gleichzeitig darauf, dass auch in Deutschland sexualisierte und häusliche Gewalt noch immer „tägliches Schicksal vieler Frauen“ sei. Zur Unterstützung dieser Frauen und Mädchen bestehe in Niedersachsen seit vielen Jahren ein flächendeckendes Netz an Hilfsangeboten, das sich bewährt habe und auch gut angenommen werde. Es reiche von den 41 Frauenhäusern über die 29 Beratungs- und Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt (BISS) bis zu den 38 vom Land geförderten Gewaltberatungsstellen und Notrufen, sagte Rundt. Die dafür eingesetzten Fördermittel aus ihrem Etat seien in den vergangenen Jahren deutlich von 4,1 Millionen Euro (2011) auf 5,8 Millionen Euro in diesem Jahr aufgestockt worden; 2016 sei eine weitere Erhöhung der Mittel auf 5,9 Millionen Euro vorgesehen. Dazu kommen weitere Förderungen u.a. für Täterberatungsstellen, drei Mädchenhäuser, Fachberatungsstellen für Opfer von Frauenhandel, das Netzwerk „Pro Beweis“ sowie für Modellprojekte, die Kinder unterstützen, die Zeugen häuslicher Gewalt geworden sind. Insgesamt habe das Land damit in diesem Jahr knapp sieben MiIlionen Euro in die Bekämpfung häuslicher und sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen investiert, berichtete die Sozialministerin. Ihre Kabinettskollegin Antje Niewisch-Lennartz hat anlässlich des genannten Internationalen Gedenktages die Opferschutz-Webseite der Landesregierung um eine Vorlesefunktion erweitert. Nach Angaben der Justizministerin verschafft der sogenannte „ReadSpeaker“ vor allem der Gruppe der Flüchtlinge Zugang zu den Informationen rund um den Opferschutz in Niedersachsen.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #219.
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