13. Sept. 2022
Kommunales

Regionspräsident Krach fordert Runden Tisch zum Südschnellweg-Ausbau

Steffen Krach spricht im Rundblick-Podcast "Klartext am Sonntag" über den Südschnellweg und das Energiesparen in der Region Hannover. | Foto: Link

Steffen Krach, Präsident der Region Hannover, hat sich der Kritik am Ausbau des Südschnellwegs in der Landeshauptstadt angeschlossen. „Ob die Verbreiterung wirklich so notwendig ist, sollten wir uns nochmal im Detail angucken“, sagte der SPD-Politiker im Rundblick-Podcast „Klartext am Sonntag“. Dass die Bundesstraße im Profil um elf Meter breiter werden soll, sieht Krach mit Blick auf die Mobilitätswende und die angestrebte Klimaneutralität der Region Hannover kritisch. „Das waren Pläne, die davon ausgegangen sind, dass wir im Jahr 2030 noch einen ähnlichen Autoverkehr haben wie in den Jahren 2015 bis 2022. Mein Ziel wäre aber, dass wir durch eine veränderte Mobilität deutlich weniger Autoverkehr haben“, sagte Krach.


https://soundcloud.com/radiohannover/klartext-am-sonntag-2-13

Er sprach sich dafür aus, noch „keine Fakten zu schaffen“ und die für Anfang Oktober vorgesehenen Rodungen zu verschieben. Stattdessen forderte er ein Treffen zwischen Bund, Land, Stadt und Region Hannover. „Wir sollten uns nochmal zusammensetzen und überlegen, was von diesem Riesenbauprojekt auch aufgrund der enorm steigenden Baukosten wirklich notwendig ist“, sagte Krach. In der vorherigen „Klartext“-Folge hatte sich bereits Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) dafür ausgesprochen, den Südschnellweg-Ausbau teilweise zu überdenken. „Die Tunnellösung ist für die Menschen in Döhren und auch städtebaulich ein echter Zugewinn. Aber der Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet Leinemasch ist dramatisch“, kritisierte Onay.


https://soundcloud.com/radiohannover/klartext-am-sonntag-2-12
Dieser Artikel erschien am 14.9.2022 in Ausgabe #160.
Christian Wilhelm Link
AutorChristian Wilhelm Link