7. Jan. 2016
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Nord/LB: Konjunktur zieht weiter an

(rb) Hannover. Die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) blickt optimistisch in das Jahr 2016. Nach der aktuellen Einschätzung der Volkswirte der Bank wird das gesamtdeutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 bei zwei Prozent liegen nach vermutlich 1,8 Prozent im Jahr 2015. Allerdings erwartet die Nord/LB für Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern im neuen Jahr mit einem Plus von 1,6 bzw. 1,8 Prozent zwar eine Fortsetzung des Aufwärtstrends, aber eine im gesamtdeutschen Vergleich leicht unterdurchschnittliche Entwicklung. Niedersachsen sei aber „weit entfernt davon, schlecht zu sein“, sagte der Chefvolkswirt der Landesbank, Torsten Windels. Ob der VW-Skandal Auswirkungen auf die Entwicklung habe, könne man noch nicht erkennen. Dazu könnten seriöse Aussagen nicht gemacht werden. Für Sachsen-Anhalt rechnet er sogar mit einer schwachen Dynamik von nur 0,2 Prozent Wachstum. Als wichtigsten Pfeiler der Konjunktur sieht die Bank den privaten Konsum, allerdings unterstützten auch die Investitionen der Unternehmen das robuste Wachstum. Nord/LB-Vorstand Thomas Bürkle verwies am Mittwoch bei der Vorstellung der Neujahrsprognosen auf geopolitische Unsicherheiten und ein schwächeres weltwirtschaftliches Umfeld. Die Wachstumsimpulse in der Weltwirtschaft hätten zuletzt deutlich nachgelassen. Das gelte insbesondere für China, dessen Wachstumsmodell im Wandel begriffen sei. Dennoch rechne die Nord/ LB damit, dass die deutsche Konjunktur im Jahr 2016 weiter an Schwung gewinne. Die deutschen Unternehmen ließen sich ihren Optimismus trotz aller Krisen nicht verderben, sagte Chefvolkswirt Windels. Die deutsche Konjunktur werde im Jahr 2016 von steigenden Investitionen sowie Zuwächsen beim privaten Konsum getragen. Dabei blieben auch die Zinsen ungeachtet der anhaltenden konjunkturellen Belebung noch auf absehbare Zeit niedrig, auch wenn die US-Notenbank die Leitzinsen angehoben habe. In Euroland sei ein Ende der Niedrigzinspolitik nicht in Sicht. Deshalb müssten die Sparer noch längere Zeit „in die Röhre gucken“. Bei der Bank wird aber ein leichter Anstieg der deutschen Inflationsrate erwartet. Sie werde im Gesamtjahr 2016 bei etwa einem Prozent liegen. Ursache dafür werde der erwartete Anstieg des Ölpreises sein.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #4.
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