Niedersachsens Polizei nun Schlusslicht bei Nachtzuschlägen
(rb) Hannover. Nachdem nun auch Hessen zum 1. April die Zuschläge für die Nacht- und Wochenenddienste der Polizei erhöhen wird, steht Niedersachsen in diesem Ranking endgültig an letzter Stelle der Bundesländer. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Dietmar Schilff, sprach am Mittwoch von einem „schlechten Aprilscherz“, dass Niedersachsen jetzt das einzige Land sei, das die bescheidene Zulage für den „Dienst zu ungünstigen Zeiten“ (DUZ) nicht aufstocken werde. Zurzeit liegen diese Zuschläge bei 77 Prozent pro Stunde für den Dienst am Sonnabend, bei 1,28 Euro für den Nachtdienst und bei 2,72 Euro an Sonn- und Feiertagen. Schilff, der auch stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender ist, forderte die Landesregierung auf, „ihren Widerstand gegen eine Anhebung dieser lächerlichen Beträge“ aufzugeben, „damit die Bezahlung bei der niedersächsischen Polizei nicht immer beschämender wird“. Er verlangte zudem die Rückkehr zum gestrichenen Weihnachts- und Urlaubsgeld bei der Landespolizei. Angesichts von „ständig mehr und gefährlicherer Arbeit“ bei gleichbleibend schlechter Vergütung sei ein Umsteuern dringend nötig, „um den schönen Worten der Wertschätzung nun Taten folgen zu lassen“, sagte Schilff.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #62.