"Ich drück Dich" Andrea Lütke startete ihre TV-Karriere bei Sat1 Nord - Foto: Dmitry Koksharov[/caption]
In wenigen Tagen feiert Fertmann ihr 20-jähriges Jubiläum im Funkhaus Hannover. Die gebürtige Lemgoerin hatte zunächst in Schleswig-Holstein Karriere gemacht, war als Redakteurin und Moderatorin zunächst im Hörfunk tätig, später dann im Fernsehen. Sie leitete das Schleswig-Holstein-Magazin im NDR-Fernsehen, bevor sie dann am 1. Februar 1997 nach Hannover gerufen wurde – als neue Vize-Direktorin. Fertmann gilt als durchsetzungsstark und streitbar, ihr werden Verdienste zugerechnet wie Bau-Erweiterungen im Funkhaus Hannover, die Zuständigkeit für die NDR-Informationssendung um 21.45 Uhr und auch die Reihe von Klassik-Open-Air-Veranstaltungen im hannoverschen Maschpark, die seit drei Jahren im Sommer regelmäßig viele Besucher anlockt. Wiederholt war Fertmann auch für höhere Aufgaben im Sender gehandelt worden, etwa als mögliche Funkhauschefin in Hamburg. Das hatte sich dann allerdings nicht ergeben.
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Andrea Lütke ist in Hamburg geboren, sie ihre ersten journalistischen Erfahrungen beim „Isenhagener Kreisblatt“ in Wittingen (Kreis Gifhorn) gesammelt, danach war sie beim Axel-Springer-Verlag, wechselte dann als Reporterin zu Sat 1 Nord und war danach zwei Jahre lang Niedersachsen-Korrespondentin für den Fernsehsender VOX. 1994 ging sie zum NDR, war erst freie Mitarbeiterin und arbeitete dann von 1999 an als Fernseh-Reporterin. Sie wurde Vize-Redaktionsleiterin für „Hallo Niedersachsen“ und 2012 dann Redaktionsleiterin. Im Sender hat sie den Ruf, sehr kompetent und effektiv zu arbeiten, ohne dabei um ihre Person zu viel Aufhebens zu machen.
In den NDR-Gremien werden bereits erste Fühler ausgestreckt für die nächste größere Personalentscheidung, die vermutlich frühestens im Laufe des Jahres 2018 gefällt sein muss: Es geht um die Frage, wer den bisherigen Landesfunkhausdirektor und Vize-Intendanten Arno Beyer ablösen soll. Es gibt starke Kräfte in den Gremien, die für diese Position eine Frau bevorzugen. Einen Zeitdruck gibt es nicht, allerdings hat der für diese Personalfrage entscheidende Verwaltungsrat nur noch eine begrenzte Amtszeit von anderthalb Jahren. Viele bisherige Verwaltungsratsmitglieder, die dann ausscheiden müssen, möchten diese wichtige Personalie gern noch mitentscheiden, heißt es.

