26. Juni 2026 · 
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Lies betont Wichtigkeit der deutschen VW-Standorte

Olaf Lies, Ministerpräsident und Mitglied des VW-Aufsichtsrates, hat erneut unterstrichen, wie wichtig die deutschen Werkstandorte von Volkswagen sind. Der SPD-Politiker und Kultusministerin Julia Hamburg (Grüne), die ebenfalls im VW-Aufsichtsrat sitzt, reagierten auf einen Bericht des "Manager-Magazins", der am Wochenende viele Spekulationen ausgelöst hatte. Dort war von Überlegungen die Rede, die vier VW-Werke in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm (Audi) zu schließen und von den konzernweit rund 657.000 Arbeitsplätzen bei VW bis 2030 perspektivisch 100.000 zu abzubauen und nicht – wie bisher im Sparkonzept vorgesehen – rund 50.000. Ein solches Strategiepapier wird VW-Chef Oliver Blume zugeschrieben. Lies und Hamburg erklärten, über konkrete Maßnahmen werde der Aufsichtsrat beraten und entscheiden. Das Land Niedersachsen werde seine Verantwortung dort mit der gebotenen Sorgfalt wahrnehmen. "Die Zukunft von Volkswagen wird nicht dadurch gewonnen, dass man immer neue Werksschließungen oder immer größere Stellenabbauprogramme in den Fokus stellt. Entscheidend ist, dass der Konzern wieder aus eigener Stärke überzeugt – mit wettbewerbsfähigen Fahrzeugen, innovativen Produkten, einer konsequenten Nutzung von Synergien und einer klaren strategischen Ausrichtung. Genau das hat Volkswagen groß gemacht, und genau daran muss der Vorstand sich messen lassen", betonen Lies und Hamburg. Weiter heißt es: "Das Land Niedersachsen wird keiner Entwicklung zustimmen, die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt. Mitbestimmung ist kein Wettbewerbsnachteil, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Erfolgsgeschichte von Volkswagen. Wer den Konzern nachhaltig stärken will, muss die Beschäftigten mitnehmen und darf ihre Rechte nicht aushöhlen." CDU-Fraktionschef Sebastian Lechner sagte zu der Debatte: "Die Landesregierung muss ihrer Verantwortung und Rolle bei Volkswagen endlich gerecht werden und den Vorstand sowie die Arbeitnehmerschaft dabei unterstützen, den Konzern zukunftsfähig aufzustellen und die Interessen des Landes, der niedersächsischen Standorte sowie der Beschäftigten bei VW und den Zulieferern wahren. Dabei werden wir sie konstruktiv unterstützen."

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #119.
Klaus Wallbaum
AutorKlaus Wallbaum

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