Lesen Sie auch: Hilbers im Glück: Hunderte Millionen Euro zusätzlich in der Landeskasse Landesgeld für die Nord/LB? Eine Zwei-Milliarden-Bürgschaft soll es richten
In der Regierungskoalition ist durchaus umstritten, ob sich die Nord/LB bei einer Hilfsaktion – sofern die EU das nun plötzlich sogar hinnehmen würde – weiter privaten Geldgebern verweigern sollte. Die SPD in der Landesregierung neigt offenbar eher in diese Richtung, die CDU weniger. Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), Aufsichtsratschef der Nord/LB, hatte vor Wochen sogar intern die Parole ausgegeben, er könne ein Konzept zur notwendigen Stärkung der Landesbank ganz ohne „frisches Geld“ aus dem Landesetat schaffen. Immer wieder in die Diskussion war ein Modell geraten, das mit „Landesbürgschaften“ operiert – also der Übernahme von Garantien durch das Land, die nur im Fall der Erfolglosigkeit des Kredites fällig würden, also zu Ausfallzahlungen aus der Landeskasse führen müssten. Diskutiert wird nun, den 8,2-Milliarden-Anteil der „notleidenden“ Schiffskredite an allen Schiffskrediten (12,1 Milliarden Euro) in eine sogenannte „Bad-Bank“ auszulagern und dann dort abzuwickeln. Diese „Bad-Bank“ könnte mit der jüngst von Hamburg und Schleswig-Holstein privatisierten HSH Nordbank zusammengelegt werden, zumal auch dort faule Schiffskredite abgearbeitet werden müssen. Es heißt, im Gespräch sei eine Landesbürgschaft Niedersachsens für diese – womöglich mit der HSH zusammengelegte - „Bad Bank“ von zwei Milliarden Euro. Der Vorteil einer solchen Ausgliederung einer „Bad Bank“ aus der Nord/LB wäre, dass man den Rest der Landesbank damit von einer schweren Last befreien könnte – und das hätte vor dem EU-Stresstest eine heilende Wirkung. Der Nord/LB wäre somit auf Umwegen auch ohne direkte Stärkung ihres Eigenkapitals geholfen.


