(rb) Hannover. Der Landtagsumbau wird nach dem aktuellen Stand der Bauarbeiten pünktlich im Sommer 2017 fertig sein – „innerhalb der regulären Spielzeit und hoffentlich ohne nennenswerte Nachspielzeit“, wie es Finanzminister Peter-Jürgen Schneider am Dienstag bei der dritten öffentlichen Baustellenbegehung mit Landtagspräsident Bernd Busemann formulierte. Nach dessen Angaben sind mittlerweile über 90 Prozent der Aufträge erteilt, die trotz der europaweiten Ausschreibung gut zur Hälfte an niedersächsische Unternehmen vergeben werden konnten. 13 Millionen Euro seien bereits an ausführende Firmen ausgezahlt worden; das entspreche ca. 30 Prozent der Baukosten, sagte der Landtagspräsident. Es gebe im Übrigen Grund zu der Annahme, dass der Kostenrahmen von 52,8 Millionen Euro eingehalten werden kann. Der Rohbau für den neuen Plenarsaal im denkmalgeschützten Landtagsgebäude, der eine Gesamtbaufläche von 11 217 m2 umfasst, ist nun abgeschlossen. „Die Dächer sind dicht, die Fenster einschließlich der großzügig verglasten Restaurantbereiche weitgehend fertiggestellt sowie die aufwendige Sanierung der Betonwände – bis auf einen Restabschnitt im Kellergeschoss – erfolgreich bewerkstelligt und abgenommen“, sagte Finanzminister Schneider, der als Dienstherr des Staatlichen Baumanagements für die Baumaßnahmen die Verantwortung trägt. Es hält es für besonders bemerkenswert, dass in dem Budgetrahmen bereits eingetretene Risiken sowie allgemeine Baupreissteigerungen enthalten seien. Seit Jahresbeginn bestimmen vor allem die Haustechnik und die Ausbaugewerke das Geschehen auf der Baustelle. Bis zum Sommer 2017 sollen u.a. 4,5 Kilometer Lüftungsrohe installiert sein sowie 1600 Sprinklerköpfe, 125 Brandschutzkappen und drei Kilometer Rohrleitungen der Sanitätsversorgung.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #119.