16. Apr. 2026 · 
P und PBildung

Landesschülerrat fordert Abschaffung der "Kopfnoten"

Otto Ellerbrock, Vize-Vorsitzender des Landesschülerrates, übt für seinen Verband deutliche Kritik an der aktuellen Praxis der Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens („Kopfnoten“) an niedersächsischen Schulen. Insbesondere für Schüler mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung sieht der Landesschülerrat bei der gegenwärtigen Regel erhebliche pädagogische und strukturelle Probleme. Das Kultusministerium hatte wiederholt betont, an einer formalen Vergleichbarkeit der Bewertungen werde festgehalten – auch dann, wenn das zu bewertende Verhalten selbst Teil einer diagnostizierten Beeinträchtigung ist. Nach Ansicht des Landesschülerrates stellt sich hier eine grundlegende Gerechtigkeitsfrage: Eine formal gleiche Bewertung könne unter ungleichen Voraussetzungen nicht als fair gelten. Ellerbrock sagt: "Wenn genau das Verhalten bewertet wird, das Ausdruck eines Förderbedarfs ist, entsteht eine systematische Benachteiligung. Das hat mit Chancengerechtigkeit nichts zu tun.“

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #072.

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