Klinik steht schon seit Jahren auf der Kippe
Die Klinik in Clausthal-Zellerfeld steht schon seit vielen Jahren auf der Kippe. Im Jahr 2003, als Asklepios die Krankenhäuser in Clausthal-Zellerfeld, Bad Harzburg und Goslar übernahm, bekam der Konzern einen millionenschweren Nachlass auf den Kaufpreis. Dieser war allerdings mit genau der Vorgabe verknüpft, die jetzt zum Streitfall vor Gericht wird: die Versorgung an allen drei Standorten zu gewährleisten und weiterzuentwickeln – auch in Clausthal-Zellerfeld. Seitdem hat es all die Jahre immer wieder Streit um den Standort gegeben. Kritiker werfen dem Klinikkonzern vor, im Oberharz systematisch Betten abgebaut und eine ganze Abteilung leergeräumt zu haben. Der FDP-Politiker Jürgen Lauterbach aus dem Kreistag stellte die Vermutung auf, der Konzern habe die Strategie, den Standort in Clausthal trotz gegenteiliger Beteuerungen „tot zu kriegen“. Der Klinikleitung attestierte er „eine Vermengung von Realitätsverlust und Zynismus“.Lesen Sie auch: 500 Hebammen fehlen: Reimann hofft auf bessere Organisation in Kommunen Verbände klagen: „Der Klinik-Alltag funktioniert nicht mehr so, wie man es sich vorstellt“
Für die Leitung der Harzkliniken sind die Vorwürfe dagegen „völlig absurd und sachlich unberechtigt“. Man stehe uneingeschränkt zum Versorgungsauftrag und allen Verpflichtungen, die man mit dem Kauf im Jahr 2003 übernommen habe. Man stehe definitiv hinter dem Standort in Clausthal-Zellerfeld, machten Vertreter der Klinik auf einer Pressekonferenz am Freitag deutlich. Schließlich nehme man jedes Jahr auch einen Fehlbetrag von etwa 800.000 Euro für den Standort in Kauf. Einer Klage sehe man gelassen entgegen.


