Die Kirche wirbt inzwischen verstärkt um Quereinsteiger - Foto: isc[/caption]
Dieses Mal allerdings, anlässlich des Lutherjahrs, wollte die Landeskirche den Pastoren etwas Besonderes bieten. „Zum einen haben sie jetzt Gelegenheit, auch Kollegen wiederzutreffen, die sie schon seit dem Studium oder Vikariat nicht mehr gesehen haben“, sagt Meister. Zum anderen solle die Masse der Teilnehmer verdeutlichen, dass niemand allein mit seinen Aufgaben, Problemen und Erlebnissen sei. „Pastoren arbeiten oft allein und entwickeln irgendwann eine Haltung, sich selbst genug zu sein oder zu glauben, niemand sonst sei in ihrer Lage“, sagt Dieter Rathing, Landessuperintendent von Lüneburg.
Um dem etwas entgegenzusetzen, haben die Veranstalter für das Treffen den Titel „Geschickt in alle(n) Welten – Ordination und Berufsgewissheit“ gewählt. „Wir wollten einen Impuls setzen in einer Sache, die alle Pastoren betrifft“, sagt Meister. „Nämlich der Besonderheit des Berufs Pastor.“ In Vorträgen und Workshops drehte sich deshalb alles um Fragen wie: Welche Auswirkungen hat das lebenslange Versprechen für die Kirche auf meinen Alltag? Was bedeutet es in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft? Als Zeichen, dass nicht nur die Pastoren ihren Beruf aus Überzeugung gewählt haben, waren auch NDR-Hörfunkdirektor Joachim Knuth und Uwe Kolmey, Präsident des niedersächsischen Landeskriminalamts, zu Gast und berichteten, warum auch in ihren Berufen das Gefühl der Berufung eine zentrale Rolle spielt.


