(rb) Die Beratungsfirma Empirica ist in einer Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass nur etwa halb so viele Wohnungen zusätzlich organisiert werden müssten, wenn der Staat Flüchtlinge verstärkt in Regionen mit hohen Leerständen verteilen und Auflagen für den Wohnsitz machen würde. Würde die Freizügigkeit eingeschränkt, müssten deutschlandweit nur 34 000 neue Wohnungen pro Jahr gebaut werden. In den Großstädten stiege der Bedarf lediglich um 10 bis 30 Prozent, heißt es in der Studie , die der Zentrale Immobilien Ausschuss (Interessenvertretung von Immobilienverbänden und -unternehmen) in Auftrag gegeben hat. Die Forscher schlagen eine dreijährige Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge vor sowie die Einführung eines „kapazitätsorientierten Verteilungsschlüssels“. Damit würden die Überforderung einzelner Städte sowie die Bildung „großer, integrationsfeindlicher Ghettos“ verhindert, heißt es.
(rb) Nach Informationen des NDR haben bereits 20 Kommunen und Landkreise in Niedersachsen für die bei ihnen lebenden Flüchtlinge eine Gruppen-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, Tendenz steigend. Die Versicherer bieten die Gruppentarife, die für rund 110 Flüchtlinge bei etwa 1000 Euro pro Jahr liegen sollen, seit November vergangenen Jahres an.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #64.