Uwe Goebel, Präsident der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, sorgt sich um den Industriestandort West-Niedersachsen. In einer aktuellen IHK-Umfrage hatten 60 Prozent der Unternehmen aus der Wirtschaftsregion angegeben, dass die Energiewende negative Auswirkungen auf ihre Wettbewerbsfähigkeit hat. Bei den Industriebetrieben lag der Anteil sogar bei 77 Prozent, was einer Steigerung von zehn Prozent im Vergleich zum Vorquartal entspreche. „Die Transformation der Industrie wird dann erfolgreich gelingen, wenn unsere Unternehmen Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen erhalten. Die Bundesregierung muss deshalb schnell handeln, um insbesondere die enorm gestiegenen Netzentgelte zu senken“, sagt Goebel.

89 Prozent aller Unternehmen fordern eine Reduzierung der Netzentgelte, die zum Jahresbeginn erneut gestiegen waren. Aufgrund der hohen Kosten und enormen Bürokratie würden immer mehr Betriebe über Abwanderung nachdenken. „Die Verlagerungen der Industrie ins Ausland bleibt mit 26 Prozent besorgniserregend hoch. Die Politik muss diese Warnsignale endlich ernst nehmen“, so Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Standortentwicklung, Innovation und Energie.


