Kandidaten für den Posten des Generalsekretär: Dunja Kreiser, Alexander Saipa, Christos Pantazis (v.l.n.r.) - Fotos: SPD Niedersachsen[/caption]
Das hat nun mehrere Gründe. Zum einen, heißt es, hatten sich viele in der SPD auf einen Aufstieg des profilierten Vertreters der linken Flügels, Matthias Miersch, zum Bundesumweltminister eingestellt. Dann soll aber aus dem Landesverband Nordrhein-Westfalen sehr deutlich der Anspruch formuliert worden sein, wie bisher auch künftig die Kandidatin für dieses Ressort benennen zu wollen. Die NRW-SPD ist stark mit der Kohle-Lobby verwoben, ein allzu agiler und forscher Bundesumweltminister gilt als größte mögliche Gefahr für diese Gruppierung, da er beim Ausstieg aus der Kohle zu wenig Rücksicht auf das Revier nehmen könnte. Als Ausgleich blieb für Miersch dann also nur das Justizministerium übrig, für das der 49-jährige Bundestagsabgeordnete aus Laatzen bei Hannover als Rechtsanwalt auch gut qualifiziert wäre. Doch Miersch soll als profilierter Umweltpolitiker wenig Neigung zum Justizressort verspürt haben. Deshalb soll der Name von Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (Göttingen) genannt worden sein, auch der wäre als Jurist in Betracht gekommen, er wurde sogar zeitweilig als Außenminister gehandelt. Nur wäre das wohl wirklich eine Notlösung gewesen, da sich Oppermann schon mit seinem Übergang vom Fraktionsvorsitz auf den Posten des Bundestagsvizepräsidenten aus der ersten Reihe zurückgezogen hatte.
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