1. Feb. 2026 · 
P und PKultur

Hanna Naber: "Wir müssen bewusst sichtbar machen, was Frauen geleistet haben"

Eine Frau mit kurzen weißen Haaren spricht zu einem Publikum von Frauen. Hinter ihr steht auf einer Stellwand: "Frauenorte Niedersachsen. Über 1000 Jahre Frauengeschichte".
Hanna Naber eröffnet die Ausstellung "Frauenorte" im Foyer des Landtages. | Foto: Beelte-Altwig

Hanna Naber, Landtagspräsidentin, würde gerne mehr Frauen herausgestellt sehen. Auf dem Weg zu ihrem Büro im Landtag hänge eine Art Ahnengalerie Niedersachsens, beschreibt sie. Von 68 Persönlichkeiten aus der Geschichte seien nur zwei weiblich: Ihre Vorgängerin Gabriele Andretta und die Astronomin Caroline Herschel. „Es entsteht ein verzerrtes Bild unserer Geschichte, wenn wir nicht bewusst sichtbar machen, was Frauen geleistet haben“, sagte Naber bei der Eröffnung der Ausstellung „Frauenorte Niedersachsen“ im Foyer des Landtages. „Es ist die Stärke unserer Demokratie, dass Frauen präsent sind. Das lassen wir uns nicht nehmen“, erklärte sie. Der Landesfrauenrat hat das Projekt „Frauenorte“ 2008 gestartet. Zusammen mit lokalen Projektpartnern wird an mittlerweile fünfzig Orten im Land an bedeutende Frauen erinnert, die dort einmal gelebt haben. Seit dem Start habe sich die Sicht auf Frauengeschichte zum Positiven verändert, stellte die Kuratoriumsvorsitzende Mechthild Schramme-Haack fest. Kunstmuseen suchten mittlerweile aktiv nach vergessenen Künstlerinnen. Die Ausstellung ist bis zum 10. Februar in der Portikushalle zu sehen.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #020.
Anne Beelte-Altwig
AutorinAnne Beelte-Altwig

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