Signalwirkung durch Meisterprämie
Lob kam von der Handwerkskammer für die in Niedersachsen neu eingeführte Meisterprämie. Steinmann verspricht sich davon eine bundesweite Signalwirkung. „Die Meisterprämie drückt die große Wertschätzung der Landesregierung für junge Menschen aus, die eine Berufskarriere im Handwerk anstreben“, sagte Steinmann. Wer im Handwerk einen Meistertitel erwirbt, soll bis zu 4000 Euro als Prämie vom Land bekommen. Sie kann rückwirkend seit dem 1. September beantragt werden. In der Handwerkskammer Hannover wurde auf der Vollversammlung die erste Antragstellerin beglückwünscht, eine alleinerziehende, dreifache Mutter aus Bückeburg, die ihren Meistertitel nebenberuflich im Gebäudereinigerhandwerk erworben hat.Lesen Sie auch Landesregierung plant mehr Berufsorientierung an Schulen
Nur noch geringe Sorgen machen dem Handwerk mögliche Diesel-Fahrverbote. „Wir können beruhigt sein. Es wird keine Fahrverbote geben“, sagte Steinmann und berief sich auf Aussagen von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und Umweltminister Olaf lies, die dies bestätigt hätten. Althusmann sagte am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Landtages, die Grenzwerte seien offensichtlich erneut gesunken. „Wir bekommen es auch mit Einzelmaßnahmen in den Griff.“ Für das Handwerk hätten Fahrverbote dramatische Auswirkungen. Rund 80 Prozent der Handwerkerfahrzeuge haben der Kammer zufolge einen Dieselmotor. Rund 20 Prozent seien Benziner, der Anteil von Gas-, Hybrid- oder Elektrofahrzeugen liege gerade mal bei einem Prozent. Fahrverbote würden für die meisten Betriebe deshalb wie ein Berufsverbot wirken.


