GDV-Vorstandschef Hanns-Heinrich Kehr, Rundblick-Chefredakteur Martin Brüning, IFH-Geschäftsführer Kai Hudetz und GDV-Hauptgeschäftsführer Florian Bernschneider (v.l.n.r.) - Foto: GDV[/caption]
Laut Hudetz werden in Zukunft auch immer stärker die Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen von der Digitalisierung betroffen sein. Unternehmer seien schließlich selbst Konsumenten. „Der Unternehmer geht mit den Erwartungen, die er als Endkunde hat, auch in die Geschäftsbeziehungen.“ Und die Endkunden setzen nach wie vor verstärkt auf den Onlinehandel. Der Umsatz wachse in diesem Bereich immer noch zweistellig. Im Jahr 2010 wurden knapp 24 Milliarden Euro im Onlinehandel umgesetzt, im vergangenen Jahr waren es schon mehr als 52 Milliarden. Zugleich wächst die Zahl der Online-Käufer. Im Jahr 2012 gingen noch 52 Prozent der Bevölkerung lieber in Geschäfte und kauften nur ungern im Internet ein. Dies geben in diesem Jahr nur noch 24 Prozent. Hudetz geht davon aus, dass die Zahl allein schon demographisch bedingt weiter sinken wird.
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Trotz der Digitalisierung ist Hudetz optimistisch, was die Arbeitsplätze angeht. Bisher seien mehr neue Jobprofile hinzugekommen als weggefallen. „Das bedeutet nicht automatisch, dass die Anzahl der Stellen erhalten wird. Es kommen aber viele neue Jobprofile hinzu“, so der Experte. Der Faktor Menschen werde im digitalen Zeitalter sogar noch wichtiger. Gerade Service kann den Unterschied ausmachen. Durch die Transparenz der Preise werde der Service zu einem elementaren Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb.

