Josef Schuster im niedersächsischen Landtag - Foto: MB.[/caption]
Sowohl Schuster als auch Landtagspräsident Bernd Busemann gingen in ihren Reden auch auf die Erinnerungskultur ein. „Ich plädiere nachhaltig für Gedenkstättenbesuche von Schülern“, sagte Schuster. „An den authentischen Orten können junge Menschen auch heute noch die Dimensionen des Verbrechens viel besser erfassen als aus einem Schulbuch. Empathie mit den Opfern und Verantwortungsbewusstsein entstehen nicht anhand nackter Zahlen.“ Deutschland sei gefordert, eine Gedenkkultur zu entwickeln, die auch 70 Jahre nach Kriegsende noch die Menschen erreiche und zu einer Einwanderungsgesellschaft passe. „Schande verjährt nicht“, sagte Busemann im Landtag. Der Auftrag der Erinnerung sei noch bedeutender geworden. „Wir müssen die junge Generation dafür rüsten, wogegen sie notfalls angehen muss, damit sich der Holocaust niemals wiederholt.“
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