
Prof. Sjoerd van Wijk, Professor für Zellbiologie am Institut für Physiologie und Zellbiologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), hat mit seinem Frankfurter Kollegen Francesco Pampaloni und weiteren Teammitgliedern eine Form des programmierten Zelltods untersucht, die sogenannte Nekroptose. Diese tritt bei fortgeschrittenem Brustkrebs auf. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin "Signal Transduction and Targeted Therapy (Springer Nature: https://www.nature.com/articles/s41392-026-02755-9#Sec11)". Im Gegensatz zum zufälligen Zelltod können manche Zellen aktiv beschließen, durch einen kontrollierten Prozess zu sterben. Dieser Vorgang wird als programmierter Zelltod bezeichnet. Es gibt verschiedene Formen davon, wie beispielsweise Apoptose und Nekroptose. Zellen greifen auf den programmierten Zelltod zurück, wenn sie beschädigt oder gestresst sind, sich zu Krebszellen entwickeln oder von schädlichen Mikroben befallen werden. Dieser Selbstzerstörungsmechanismus trägt zum Schutz des Körpers bei, spielt aber auch bei vielen Krankheiten eine Rolle, wie beispielsweise bei Infektionen, Entzündungen und Krebs. Ein großes Problem bei Krebs ist, dass manche Tumore und Krebszellen lernen, die Apoptose zu umgehen, wodurch sie überleben können, obwohl sie eigentlich absterben müssten. Diese Resistenz kann Krebsbehandlungen weniger wirksam machen, insbesondere bei fortgeschrittenen oder sich ausbreitenden (metastasierenden) Krebserkrankungen.


