5. Feb. 2026 · 
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Ehemaliger Staatsgerichtshofpräsident Jörn Ipsen ist gestorben

Foto: Elena Scholz

Prof. Jörn Ipsen, Rechtsgelehrter aus Osnabrück und ehemaliger Präsident des Staatsgerichtshofs (2007 bis 2013), ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Der in Weihe (Kreis Harburg) geborene Ipsen war als Staats- und Verwaltungswissenschaftler eine Instanz, wurde für sein Wissen hoch geachtet und hat bei Generationen von Studenten nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Er hatte in München und Göttingen studiert, wurde an der Uni Göttingen promoviert und nahm 1981 den Ruf auf einen Lehrstuhl für öffentliches Recht in Osnabrück an. Bis zu seiner Pensionierung 2012 lehrte er dort als ordentlicher Professor, er war auch Gründungsdirektor des Instituts für Kommunalrecht. 2017 und 2018 war Ipsen auch Vorsitzender des Hochschulrates der Medizinischen Hochschule Hannover. Juristische Standardwerke, die gerade für Akteure in der Kommunalpolitik wichtig waren, hatten zuweilen den Beinamen "der Ipsen". Prof. Susanne Menzel-Riedl, Präsidentin der Uni Osnabrück, erklärte: "Mit seinem unermüdlichen und klugen Einsatz hat er nicht nur das öffentliche Recht sowohl am Fachbereich Rechtswissenschaften als auch in Niedersachsen, sondern auch unsere Universität als Ganzes über Jahrzehnte geprägt. Jörn Ipsen blieb der Universität Osnabrück auch nach dem Eintritt in den Ruhestand verbunden und war ein geschätzter Ratgeber."

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #024.
Klaus Wallbaum
AutorKlaus Wallbaum

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Ehemaliger Staatsgerichtshofpräsident Jörn Ipsen ist gestorben