21. Okt. 2015
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DGB fordert bessere Ausbildung für junge Menschen

(rb) Hannover. Der DGB-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt hat dazu aufgerufen, die Ausbildung junger Menschen zu verbessern, Auszubildende nicht als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen und Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht zu diskriminieren. Der DGB-Vorsitzende Hartmut Tölle hielt den Unternehmen am Dienstag bei der Vorstellung des Ausbildungsreports 2015 vor, sie investierten immer noch zu wenig in die Qualität der Ausbildung junger Menschen. Einige Betriebe hätten die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Sie klagten zwar über einen Fachkräftemangel, Tatsache sei aber, dass viele Betriebe die Zahl der Ausbildungsplätze reduziert hätten, anstatt junge Menschen qualifiziert auszubilden, um ihnen eine langfristige Perspektive zu bieten und die Fachkräfte für die Zukunft zu sichern. Der Leiter der Abteilung Jugend beim DGB-Bezirk, Ruben Eick, verwies auf die repräsentative Befragung von 688 Auszubildenden aus 17 der häufigsten Ausbildungsberufe, die ergeben habe, dass zwar 76,3 Prozent mit ihrer Ausbildung zufrieden bis sehr zufrieden seien; gleichzeitig hätten aber 30,8 Prozent moniert, dass es keinen Ausbildungsplan gebe. 40,3 Prozent müssten regelmäßig Überstunden machen, im Durchschnitt 4,2 Stunden pro Woche, elf Prozent bekämen dafür weder einen Freizeit- noch einen finanziellen Ausgleich. Nach Eicks Angaben verstoßen die Betriebe teilweise gegen Arbeitsschutzgesetze und nutzten Auszubildende als billige Arbeitskräfte. 14 Prozent von ihnen würden selten oder nie von ihren Ausbildern betreut. Viele Unternehmen müssten dringend an ihrer Ausbildungsreife arbeiten, meinte der DGB-Jugendsekretär.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #193.
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