Zwei Dinge sind erschreckend an den jüngsten Vorgängen im Stadtbezirksrat Mitte der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Erstens ist es die Radikalität, ja fast schon Verbissenheit, in der einige Befürworter einer Namensänderung der „Hindenburgstraße“ ihre Positionen vortragen. Von Differenzierung ist hier keine Spur. Zweitens ist es die damit offenkundig verknüpfte Haltung, man könne mit einem neuen Straßennamen die Vergangenheit quasi auslöschen und neue politische Botschaften für die Zukunft setzen. Beides ist abseitig und kann sogar gefährlich werden.


