Die Pflegekammer vermittele den Eindruck, als Körperschaft des öffentlichen Rechts in direkte Konkurrenz der verfassungsrechtlich geschützten Institution Gewerkschaft zu treten, ärgert sich Verdi-Chef Detlef Ahting - Foto: Verdi Niedersachsen[/caption]
Man bedanke sich „für die Einladung zu der auch in unseren Augen unnötig aufwendigen Netzwerkveranstaltung ‚Politischer Winterempfang‘“, heißt es in einem Schreiben von Landesbezirksleiter Detlef Ahting und Fachbereichsleiter Joachim Lüddecke an Kammerpräsidentin Sandra Mehmecke. „Uns erschließt sich nicht, wie in einer von der Höhe der Beitragszahlungen geprägten Gemengelage und dazu noch zeitgleich zur Verschickung der Bescheide und Mahnungen wertvolle Mitgliedsgelder für ein solches Projekt investiert werden können. Wir werden daran nicht teilnehmen“, schreiben die Verdi-Vertreter. Sie werfen der Kammer vor, ohne Fingerspitzengefühl zu agieren.
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Auszug aus dem Brief von Verdi-Chef Ahting und Fachbereichsleiter Lüddecke - Screenshot: MB.[/caption]
Bei Verdi ärgert man sich auch darüber, dass die Kammer den Mitgliedern gegenüber den Eindruck erwecken könnte, Gewerkschaftsaufgaben zu übernehmen. In einem Begleitschreiben zu den Beitragsbescheiden sei die Rede davon, dass die Kammer daran arbeiten wolle, Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Pflegekräfte zu verbessern. Die Gewerkschaften hätten es in den vergangenen Jahrzehnten nicht geschafft, eine nachhaltige Verbesserung der Situation der professionell Pflegenden zu erreichen.
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„Mit solchen Formulierungen vermittelt man den Eindruck, als Körperschaft des öffentlichen Rechts in direkte Konkurrenz der verfassungsrechtlich geschützten Institution Gewerkschaft zu treten“, kritisiert Ahting. Verdi hatte die Kammer aufgefordert, dies richtigzustellen. Das sei aber ausgeblieben.


