29. Apr. 2016
Archiv

Arbeitslosigkeit weiter rückläufig – trotz Flüchtlingszuwanderung

(rb) Hannover. Eine weiterhin positive Entwicklung des niedersächsischen Arbeitsmarktes meldet die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Demnach waren im abgelaufenen Monat April mit 252 337 arbeitslos gemeldeten Personen 8273 Menschen oder 3,2 Prozent weniger ohne Beschäftigung als im März und 6472 oder 2,5 Prozent weniger als im April 2015. Die Arbeitslosenquote liegt nunmehr bei sechs Prozent und damit 0,2 Prozent unter dem Vormonat und dem Vorjahreswert. Für Klaus Stietenroth, Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, ist diese Entwicklung, die sich „unbeeindruckt von der Flüchtlingszuwanderung“ fortgesetzt habe, ein Beleg für die Robustheit der aktuellen konjunkturellen Lage, die zudem von der Frühjahrsbelebung unterstützt werde. Chancen, eingestellt zu werden, hätten derzeit alle Personengruppen auf dem Arbeitsmarkt. Gleichwohl steige naturgemäß die Zahl der arbeitslosen Ausländer; dies werde sich auch noch einige Zeit fortsetzen, sagte Stietenroth am Donnerstag in Hannover. Zwar dürften viele Schutzsuchende inzwischen grundsätzlich arbeiten oder eine Ausbildung beginnen. Allerdings seien die meisten dazu auf Anhieb nicht in der Lage, sondern sie brauchten Orientierung, Beratung und Unterstützung. Deshalb würden derzeit in vielen Agenturen und Jobcentern zunehmend Qualifizierungsmaßnahmen angeboten, die berufliche und sprachliche Anteile wie Deutschkurse miteinander kombinierten. Die Flüchtlinge beeinflussten im April auch die Entwicklung im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit, sagte Stietenroth. Zwar sei die Zahl der beschäftigungslosen jungen Menschen bis 25 Jahre von 24 403 gegenüber dem Vormonat erneut um 1219 (4,8 Prozent) gesunken. Im Vergleich zum April 2015 waren es aber 391 (+1,6 Prozent) mehr arbeitslose junge Erwachsene.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #83.
admin
Autoradmin