(rb) Hannover. Jahreszeitlich bedingt ist die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen im Januar um immerhin 20 269 Personen bzw. 8,2 Prozent gegenüber dem Dezember 2015 angestiegen. 268 079 Frauen und Männer waren am Monatsende arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent. Im Dezember waren es noch 5,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahres-Januar ist die Quote aber um 0,3 Prozent gesunken. Der Regionalchef der Bundesarbeitsagentur, Klaus Stietenroth, sieht darin eine für den Beginn des Jahres typische Entwicklung, da zum Jahresende viele befristete Arbeitsverhältnisse ausgelaufen seien. Gestiegen ist ebenfalls die Jugendarbeitslosigkeit. Im Januar hatten sich 24 712 Personen zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das waren 2258 bzw. 10,1 Prozent mehr als im Dezember, aber 551 bzw. 2,2 Prozent weniger als im Vorjahresjanuar. Angestiegen ist auch die sogenannte Unterbeschäftigung. Hier werden Personen erfasst, die an entlastenden Arbeitsmarktmaßnahmen teilnehmen. Im Januar lag ihre Zahl bei 335 361. Das waren 14 548 bzw. 4,5 Prozent mehr als im Vormonat, jedoch 15 596 bzw. 4,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das Beschäftigungswachstum in Niedersachsen bleibt auf hohem Niveau, ist aber leicht gesunken: Im November 2015 waren gut 2,84 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 2400 bzw. 0,1 Prozent weniger als im Vormonat, aber 73 700 bzw. 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zuwanderung von Flüchtlingen spiegelt sich nach Angaben der Bundesarbeitsagentur in einer wachsenden Zahl von arbeitslosen Ausländern wider: Im Januar waren 51 065 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 3586 bzw. 7,6 Prozent mehr als im Vormonat sowie 5656 bzw. 12,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #23.