(rb) Hannover. Wie in der Sommerferienzeit üblich ist die Zahl der Arbeitslosen im August erneut gestiegen. 260 827 Frauen und Männer waren am Monatsende arbeitslos gemeldet. Das sind 5716 bzw. 2,2 Prozent mehr als im Juli, aber immer noch 12 006 bzw. 4,4 Prozent weniger als im Vorjahresaugust. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,2 Prozent, im Juli waren es 6,1, vor einem Jahr aber 6,6 Prozent. Der Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, Klaus Stietenroth, betonte am Dienstag, die Lage auf dem niedersächsischen Arbeitsmarkt sei von Dynamik geprägt, allerdings steige in den Sommermonaten die Arbeitslosenzahl gerade bei den jungen Leute bis 25 Jahren vorübergehend stark an. Im August habe sich ihre Zahl auf 31 966 erhöht, 3815 bzw. 13,6 Prozent mehr als im Juli, aber 2007 oder 5,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Diese jungen Menschen starteten jedoch nach wenigen Wochen in eine Ausbildung, ein neues Arbeitsverhältnis oder besuchten eine Hochschule. Außerdem warteten viele Betriebe mit Neuanstellungen bis nach der Urlaubszeit. In diesem Zusammenhang empfahl Stietenroth den Arbeitgebern, sich auch für Bewerber zu öffnen, die nicht hundertprozentig den Wunschvorstellungen entsprächen, etwa für Auszubildende mit schulischen Schwächen, für Langzeitarbeitslose, Ältere oder Menschen mit Migrationshintergrund. Etwas weniger stark gestiegen ist im August die Unterbeschäftigung, bei der es sich um Personen handelt, die an unterschiedlichen den Arbeitsmarkt entlastenden Maßnahmen teilnehmen. Sie lag im Berichtsmonat bei 329 056 Personen, 2947 bzw. 0,9 Prozent mehr als im Juli, aber 17 192 bzw. fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Immer noch fortgesetzt hat sich das Beschäftigungswachstum. Nach den aktuellsten Zahlen vom Juni 2015 sind derzeit in Niedersachsen 2 778 900 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 1200 mehr als im Juli und 56 600 bzw. 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei hat die Zahl der Arbeitsplätze besonders stark in der Logistik, dem Gastgewerbe und der Zeitarbeit zugenommen.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #158.