21. Juli 2020
Soziales

Zweite Runde: Umfrage zur Zukunft der Pflegekammer startet neu

Die Online-Umfrage zur Zukunft der Pflegekammer startet zum zweiten Mal. Das Sozialministerium teilte am Dienstag mit, dass rund 78.000 Mitglieder der Kammer nun erneut die Möglichkeit bekämen, abzustimmen. Die Zugangsdaten für die Umfrage würden in diesen Tagen versandt, zuvor hatte das Politikjournal Rundblick bereits darüber berichtet, dass der Neustart der Umfrage etwa für den 21. Juli vorgesehen ist. Damit die Sommerferien kein Hinderungsgrund sind, an der Umfrage teilzunehmen, haben die Pflegekräfte für die Abstimmung bis zum 6. September Zeit. [caption id="attachment_52507" align="alignnone" width="780"] Die zwei entscheidenden Fragen in der Umfrage - Screenshot: MB[/caption] Das Ministerium hat nach Beschwerden aus allen Fraktionen die Struktur des Fragebogens noch einmal geändert. Direkt zu Beginn gleich nach den Angaben zur Person werden die Mitglieder nun gefragt, ob die Pflegekammer fortbestehen soll. Diese Frage kann mit Ja, Nein und Enthaltung beantwortet werden. Daran anschließend folgt die Frage, ob es im Falle eines Fortbestands der Institution eine Kammer mit oder ohne Beitragszahlung sein soll.
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Kammerkritiker begrüßten die Änderungen der Online-Umfrage. Die Fragestellung sei klar und deutlich, das finde ich gut, sagte der Krankenpfleger Wolfgang Heibuch in einem Facebook-Video. „Jetzt gilt es Frau Reimann: Stehen Sie zu Ihrem Wort“, forderte Heibuch die Sozialministerin auf. https://www.facebook.com/wolfgang.heibuch/videos/3170571596360894/ Reimann sicherte erneut zu, dass sie das Ergebnis als politisch bindend ansieht. „Die politische Debatte über die Kammer hat in den letzten Wochen und Monaten eine Dimension und eine Schärfe angenommen, die rational nur noch schwer zu erklären ist. Es ist an der Zeit, dass die berechtigten Anliegen der Pflegekräfte wieder in das Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Die Befragung der Mitglieder der Kammer kann dazu hoffentlich einen Beitrag leisten“, sagte die Sozialministerin. Ein erster Anlauf der Online-Umfrage war im Juni an eines technischen Problems gescheitert. Dabei konnten Dritte ohne einen Zugangscode in einen gerade offenen Fragebogen gelangen und dort Antworten verändern.
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Martin Brüning
AutorMartin Brüning