Barrierefreies Bauen führt zu Kostensteigerungen zwischen 15 und 20 Prozent - Foto: MB.[/caption]
Kraatz plädierte dafür, dass Thema Barrierefreiheit mit Augenmaß zu betrachten. Die Vorgaben bei Klimaschutz, Brandschutz und Barrierefreiheit führten inzwischen zu planerischen Zwängen, die teilweise gar nicht mehr lösbar seien oder nur mit erheblich höheren Kosten bewältigt werden könnten. Kraatz nannte als Beispiel den Bau einer Schule, bei dem die Türklinken auf einer Höhe von 85 Zentimeter angebracht, zugleich aber besonders breite Türen eingebaut werden mussten. Das führte dazu, dass man die Türen nur mit hohem Kraftaufwand öffnen und schließen konnte. Am Ende sei ein elektrischer Türöffner eingebaut worden – das führte zu erheblichen Kostensteigerungen. Auch die kommunalen Spitzenverbände bezeichneten die Barrierefreiheit als Kostentreiber. Sie plädierten für Erleichterungen bei kleineren Bauvorhaben. Ausnahmen könnten sich an der Quadratmeterzahl oder in Hotels und Gasthöfen an der Bettenanzahl orientieren.
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