6. Feb. 2019
Inneres

Witthaut wirbt für Aussteiger

Bernhard Witthaut, Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz, hat an die gesellschaftliche Akzeptanz für „Aussteiger“ aus extremistischen Szenen appelliert. Wenn Menschen aus islamistischen, rechts- oder linksextremen Organisationen austreten und sich von ihren früheren Kampfgenossen abwenden, schwäche das die extremistische Szene. Das sei ein Beitrag für die innere Sicherheit. Umso schlimmer sei es, ergänzte Witthaut, wenn diese Menschen wegen ihrer früheren Tätigkeit von ihrem Wohn- und Lebensumfeld gemieden werden, wenn man sie ausgrenzt oder sogar ächtet. Eine solche Reaktion könne dazu führen, dass der Betreffende sich doch wieder den extremistischen Gruppen zuwendet. Das aber, meint der Landesamtspräsident, wäre fatal. Witthaut äußerte sich gestern Abend in einer Veranstaltung des Verfassungsschutzes, in der es um Erfahrungen mit „Aussteigern“ ging.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #24.
Klaus Wallbaum
AutorKlaus Wallbaum