Wirtschaft: Gesundheitssystem braucht Beschäftigungssicherung
Darüber hinaus appelliert die Wirtschaft an die Politik, die Sicherung der Beschäftigung nicht aus den Augen zu verlieren. Es gehe auch nicht um die Frage „Gesundheit oder Beschäftigung". Beide Ziele bedingten mittel- und langfristig einander. Ohne Beschäftigungssicherung in der Krise sei die Finanzierung eines wirksamen, möglichst noch verbesserten Gesundheitssystems nicht möglich, mahnen die Unternehmer. Zur Beschäftigungssicherung habe die Politik schon viele richtige Entscheidungen getroffen.Lesen Sie auch: Landwirte wollen, dass Abstimmung zur Düngeverordnung verschoben wird Wirtschaft im Schockzustand: Das Land will helfen
„Leider sind die Maßnahmen aber noch nicht ausreichend wirksam. Unternehmen berichten, dass Arbeitsagenturen nicht erreichbar sind, Kurzarbeitsanträge nur mit langem Vorlauf genehmigt und für Entscheidungen über Kredit- und Bürgschaftsgenehmigungen mehrere Wochen veranschlagt werden“, heißt es in dem Schreiben. Der Hauptgeschäftsführer von Niedersachsenmetall, Volker Schmidt, schlägt zudem als weitere Maßnahme vor, die Umsatzsteuervorauszahlung auszusetzen. Die Zahlungen orientierte sich schließlich an der Einnahmesituation des Vorjahres, die 2020 beim besten Willen nicht mehr zu erreichen sei. „Eine Aussetzung der Zahlungen wäre pragmatisch, unbürokratisch und könnte sofort umgesetzt werden“, sagte Schmidt dem Politikjournal Rundblick.


