Befürchtet, dass viele Arbeitsplätze unwiederbringlich weg sind: Niedersachsenmetall-Chef Volker Schmidt - Fotos: Niedersachsenmetall[/caption]
„Der Dachstuhl brennt lichterloh“, beschrieb Schmidt die aktuelle wirtschaftliche Situation. Die Umsätze liegen den Angaben der Unternehmen zufolge aktuell rund 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau, bei Dienstleistern ist es sogar ein Minus von 55 Prozent. Drei Viertel der Betriebe gehen aber sogar davon aus, dass sich die Auftragslage im zweiten Halbjahr noch einmal verschlechtern wird. Aus den Daten geht Schmidt zufolge hervor, dass die große Mehrheit der Unternehmen das Jahr 2020 bereits abgehakt hat.
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Die Mehrheit der Unternehmen geht davon aus, dass Krise noch weiter anhalten wird - Grafik: Niedersachsenmetall[/caption]
72 Prozent der Unternehmen sind der Meinung, dass die Talsohle in der Krise noch nicht erreicht ist. Die breite Mehrheit plant deshalb auch, frei werdende Stellen nicht wieder zu besetzen, etwa ein Drittel der Betriebe rechnet in diesem und im kommenden Jahr zudem mit betriebsbedingten Kündigungen.
Die Aussicht auf Besserung könnte derweil noch weiter entfernt liegen, als sich mancher wünschen mag. Ein Drittel der Firmen erwartet erst wieder ab dem Jahr 2022 eine Belebung der Industrie.
Der Dachstuhl brennt lichterloh.
„Was mich in besonderer Weise umtreibt ist der Umstand, dass wir es vielfach mit echten Strukturanpassungen zu tun haben, die eine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins südosteuropäische Ausland zur Folge haben. Diese Arbeitsplätze sind unwiederbringlich weg“, befürchtet Schmidt, der staatliche Zuschüsse als Überbrückungshilfe für dringend notwendig erachtet.
Zudem müsse die Attraktivität des Standorts erhöht, heißt für Schmidt konkret: komplette Abschaffung der EEG-Umlage, Senkung der Körperschaftssteuer, vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlages. Darüber hinaus müsse der steuerliche Verlustrücktrag, mit dem man Verluste ins Vorjahr steuerlich zurücktragen kann, deutlich angehoben werden.
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Ein ganz schwacher Hoffnungsschimmer kam derweil am Donnerstag aus dem deutschen Maschinenbau. Eine Umfrage des Branchenverbandes VDMA unter bundesweit 640 Unternehmen ergab, dass 60 Prozent der Unternehmen dort im kommenden Jahr wieder mit Umsatzsteigerungen rechneten.


