Neue Aufgabe für die Bundeswehr in Niedersachsen: Teil 1 unseres zweiteiligen Artikels über die Schnelle Eingreiftruppe der Nato - Foto: Zerbor[/caption]
Auslandseinsätze in Afghanistan, dem Kosovo oder Mali haben viele niedersächsische Soldaten in den vergangenen Jahren vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. Doch dieser Auftrag im Zuge einer verbesserten Landes- und Bündnisverteidigung fordert ihnen ein ganz neues Maß an Durchhaltefähigkeit ab. Bereits Anfang des Jahres hat für Soldaten der aus Oldenburg geführten 1. Panzerdivision die erste Phase einer insgesamt dreijährigen Bereitschaft für die sogenannte Nato Response Force – die schnelle Eingreiftruppe der Allianz – begonnen. Für volle drei Jahre steht die 1. Panzerdivision in der Pflicht, rund 5000 Soldaten samt entsprechendem Gerät für den Abmarsch im Krisenfall ständig bereit zu halten.
Hintergrund ist ein Beschluss, den die Regierungschefs der Nato-Staaten auf ihrem Gipfel 2014 in Wales gefasst hatten. Mit Blick auf das aggressive Vorgehen Russlands in der Ukraine und in Sorge um die Sicherheit insbesondere der baltischen Staaten entschieden die Nato-Staaten, die Schnelle Eingreiftruppe zu stärken und um eine sogenannte Speerspitze zu ergänzen – und die Fähigkeit zur Bündnisverteidigung damit deutlich zu erhöhen. Durch die schnelle Einsatzbereitschaft der „Very High Readiness Joint Task Force“ (VJTF) soll die territoriale Sicherheit aller Bündnispartner ständig gewährleistet werden. Anspruch ist, innerhalb von nur 48 bis 72 Stunden mit ersten Einsatzkräften in Krisenregionen innerhalb des gesamten Nato-Gebietes vor Ort zu sein.
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Grafik: Rundblick/Piktochart[/caption]
Für das kommende Jahr 2019 hat die 1. Panzerdivision die Führung der VJTF übernommen – genauer gesagt, die der Division untergeordnete Panzerlehrbrigade 9 aus Munster mit ihrem Kommandeur Brigadegeneral Ullrich Spannuth an der Spitze. Die schnellste Truppe der Nato wird sich dann überwiegend aus Soldaten der aus Oldenburg geführten 1. Panzerdivision zusammensetzen. Hinzu kommen weitere Kräfte des Sanitätsdienstes sowie Logistiker der Streitkräftebasis und Experten des Kommandos Cyber- und Informationsraum. Insgesamt werden rund 5000 deutsche Soldaten und 3000 Soldaten aus acht weiteren Nationen im kommenden Jahr für die VJTF unter deutschem Kommando stehen und sich rund um die Uhr bereithalten.


