14. Jan. 2020
Wirtschaft

Weil wünscht sich 2020 einen spürbaren Startschuss beim Wohnungsbau

40.000 Sozialwohnungen will Niedersachsen bis zum Jahr 2030 bauen, aber inzwischen richten sich die Blicke von Wohnungswirtschaft und Politik auch immer stärker auf Wohnungssuchende mit mittleren Einkommen. „Wir reden auch über viele Menschen in der Mittelschicht. Menschen mit einem verfügbaren Einkommen von bis zu 2500 Euro finden in einigen Regionen und Ballungszentren keine Wohnung mehr, die sie bezahlen können“, warnte Susanne Schmitt, Direktorin des Verbands der Wohnungswirtschaft in Niedersachsen (VDW), auf dem Neujahrsempfang des Verbandes in Hannover. https://twitter.com/Unter_3/status/1217089648964591616 Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil stellte vor den rund 250 Gästen fest, dass auch Menschen „mit einem gefestigten Einkommen“ Probleme hätten, eine bezahlbare Wohnung zu finden. „Wenn Menschen 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnraum ausgeben, ist das zu viel“, sagte Weil. Genügend Wohnraum ist für ihn wesentlich für den sozialen Frieden. „Ein nicht ausbalancierter Wohnungsmarkt ist ein ernstzunehmendes Risiko“, warnte der Ministerpräsident. Inzwischen gehe es nicht mehr nur um Ballungsräume und Hochschulstädte, auch an vielen anderen Orten sei zu wenig Wohnraum im Angebot. Betroffen seien davon viele wichtige und große Gruppen, von Familien über Alleinerziehende bis hin zu Menschen im höheren Alter.
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Weil wünscht sich, dass 2020 zum Startschuss für einen „spürbar anlaufenden sozialen Wohnungsbau“ wird. Die Wohnungswirtschaft habe an die Politik hohe Anforderungen gestellt, die Förderlandschaft sei umgestellt worden. Er sei ein bisschen besorgt. „Jetzt muss es aber auch losgehen. Die Pläne müsse in die Tat umgesetzt werden“, forderte Weil.

Mit Enteignungen und Mietendeckel, verbunden mit hasserfüllten Diffamierungen, wird keine einzige neue Wohnung geschaffen. Damit werden Investoren verschreckt und Neubau verhindert.


Schmitt warnte in ihrer Rede vor Berliner Verhältnissen in Niedersachsen. „Mit Enteignungen und Mietendeckel, verbunden mit hasserfüllten Diffamierungen, wird keine einzige neue Wohnung geschaffen. Damit werden Investoren verschreckt und Neubau verhindert.“ In Niedersachsen gebe es Gott sei Dank noch keine solchen Exzesse, auch wenn einzelne Angriffe zu verzeichnen seien. Der VDW wünsche sich im Land eine Verstetigung der Wohnraumförderung, auch in den nächsten Jahren, wenn die Mittel des aktuellen Fonds aufgebraucht seien.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #008.
Niklas Kleinwächter
AutorNiklas Kleinwächter