„Das Virus ist keine Verschwörung, sondern eine Gefahr“: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil - Foto: Staatskanzlei, MB.[/caption]
Man erlebe derzeit eine spürbar gespaltene Stimmung. Bei vielen Menschen gebe es eine anhaltende Sorge vor einem Rückfall, die andere wiederum sehnten sich nach einer Rückkehr in die Normalität. In der Wirtschaft herrsche in vielen Bereichen die schiere Existenzangst, es sei eine mehrjährige Durststrecke zu erwarten. „Wir müssen die Gesellschaft jetzt zusammenhalten“, sagte Weil und warnte vor Verschwörungstheorien. „Die Bilder aus anderen Ländern seien keine Fake-News, sie seien Realität. Das Virus ist keine Verschwörung, sondern eine Gefahr.“
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Die aktuelle Lage sieht Weil positiv. Die Zahl der akut Erkrankten sei heute so niedrig wie seit sieben Wochen nicht mehr. Beatmungsplätze würden derzeit zu weniger als zehn Prozent in Anspruch genommen. Die Lage der Krankenhäuser sei derzeit vergleichsweise entspannt. Man könne sie wieder für planbare Leistungen öffnen und den Betrieb etwas normalisieren. Man werde aber weiter Reserven für Covid-19-Patienten vorhalten.
Wir wollen in Niedersachsen nicht deutscher Lockerungsmeister werden.
Der Ministerpräsident warnte zugleich, es sei nicht ausgeschlossen, dass mit weiteren Lockerungen doch noch gewartet werden müsse oder es sogar wieder Beschränkungen geben könnte. Man dürfe nicht von einem Automatismus ausgehen. Ziel sei aber, im Sommer zu einer neuen Normalität unter den Bedingungen des Corona-Virus zu kommen.
https://soundcloud.com/user-59368422/unser-gesundheitssystem-kann-eine-zweite-welle-verkraften
Der Ministerpräsident warnte zugleich, es sei nicht ausgeschlossen, dass mit weiteren Lockerungen doch noch gewartet werden müsse oder es sogar wieder Beschränkungen geben könnte. Man dürfe nicht von einem Automatismus ausgehen. Ziel sei aber, im Sommer zu einer neuen Normalität unter den Bedingungen des Corona-Virus zu kommen. Zum immer wieder diskutierten Öffnungs-Wettbewerb zwischen den Ländern sagte Weil, man wolle in Niedersachsen nicht deutscher Lockerungsmeister werden.

