
Heinz-Werner Schmidt, Vertriebsgeschäftsführer beim Heiztechnikhersteller Stiebel Eltron mit Sitz in Holzminden, freut sich über den Aufstieg der Wärmepumpe zur beliebtesten deutschen Heiztechnik, warnt die Politik aber vor einem plötzlichen Förderstopp. „Verlässlichkeit und Kontinuität der Förderpolitik sind unverzichtbar, um die Erfolgsgeschichte von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation weiter fortzuschreiben“, kommentiert Schmidt die Jahresbilanz des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Demnach wurden im Jahr 2025 rund 299.000 Wärmepumpen verkauft – 55 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit überholte die Technik erstmals klassische Verbrenner: Der Verkauf von Gasheizungen ging um 33 Prozent auf 229.000 Einheiten zurück, der Absatz von Ölheizungen brach um 74 Prozent auf 22.500 Stück ein. Der Erfolg der Wärmepumpe steht jedoch im Schatten eines schwachen Gesamtmarktes. Die BDH-Statistik zeigt, dass der Absatz über alle Technologien hinweg auf rund 627.000 Anlagen gefallen ist – der niedrigste Stand seit 15 Jahren. BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt sieht in dieser geringen Modernisierungsrate ein Alarmsignal für den Klimaschutz: „Wenn weniger Heizungen modernisiert werden, ist das nicht nur schlecht für Wachstum und Beschäftigung, sondern auch für die CO2-Minderung. Je geringer die Modernisierungsraten in der Gegenwart sind, desto mehr muss in den kommenden Jahren modernisiert werden.“ Staudt fordert daher einen politischen Neustart: klare Gesetze ohne ständige Kurswechsel, eine stabile Förderung und echte Technologieoffenheit.


