
Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, ist vom Auftritt des Volkswagen-Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume bei der Betriebsversammlung in Wolfsburg nicht begeistert. „Heute hat der VW-CEO in Wolfsburg viel geredet und doch wenig gesagt, ausgerechnet bei den entscheidenden Fragen blieb der Vorstand konkrete Antworten schuldig. So blieb etwa offen, wie es mit den vier Standorten weitergehen soll, die in den vergangenen Wochen wiederholt Gegenstand medialer Berichterstattung waren“, erklärte Gröger. Laut einem an die Medien durchgesickerten Sanierungskonzept stehen die Werke in Emden, Zwickau und Hannover sowie der Audi-Standort Neckarsulm zur Disposition. „Wer jetzt erneut über Stellenabbau und Standorte spricht, muss zuerst erklären, was aus den Vereinbarungen von 2024 geworden ist: Wo sind die zugesagten Modelle, Produktionsverfahren und Investitionen?“, sagte der Gewerkschafter weiter. Die Konzernspitze kritisierte er als ideenlos und unverlässlich. „Wer Volkswagen Stück für Stück kleiner macht, schwächt seine industrielle Substanz. Kooperation ist möglich, aber wenn der VW-Vorstand einzig den Weg des Abbaus und der Kürzungen einschlägt, werden wir uns dem mit aller Kraft entgegenstellen. Dann steht Volkswagen ein Konflikt bevor, der härter werden kann als zuvor.“


