Bernard Krone, Geschäftsführer beim gleichnamigen Nutzfahrzeughersteller und Vorsitzender der Wachstumsregion Ems-Achse, beobachtet die Krise bei der Meyer-Werft in Papenburg mit großer Sorge. „Die Meyer-Werft hat eine überragende Bedeutung für die Region“, sagt Krone. Neben den mehr als 3000 Beschäftigten, die direkt für die Werft arbeiten, seien mehr als doppelt so viele Menschen bei Zulieferern tätig. „Wir sprechen also von insgesamt über 10.000 Menschen, die durch den Schiffbau in Papenburg direkt ihren Arbeitsplatz besitzen“, ergänzt Holger Heymann, stellvertretender Vorsitzender der Ems-Achse und Landrat des Landkreises Wittmund.

Inklusive Tourismus, Konsum und anderer indirekter Faktoren seien sogar 18.000 Jobs von der Meyer-Werft abhängig. „Die Beteiligten sollten alles unternehmen, um den Werft-Standort langfristig zu erhalten“, appellieren Krone und Heymann. Deutschland könne es sich nicht erlauben, eine Schlüsseltechnologie zu verlieren, die in anderen europäischen Ländern in staatlicher Hand ist. Zur Ems-Achse zählen mehr als 830 Unternehmen, Kommunen, Verbände und Einrichtungen in Ostfriesland, Emsland und der Grafschaft Bentheim.


