"Die Zahl der Anträge ist hochgeschossen, weil manche meinten, die Sicherheit selbst in die Hand nehmen zu müssen. Das ist ein fatales Signal", sagt der Grünen-Abgeordnete Belit Onay - Foto: Grüne Fraktion Nds.[/caption]
Es sei selbst für Polizisten sehr schwer zu erkennen, ob jemand mit einer Schreckschusspistole oder einer scharfen Waffe hantiere, kritisierte der GdP-Vorsitzende Dietmar Schilff. Das Innenministerium teilt diese Einschätzung. In der Praxis sei die Unterscheidung einer Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffe auf der einen und einer echten Waffe auf der anderen Seite zumindest in einer Bedrohungssituation in der Regel nicht möglich. Deshalb müssten „Polizisten auch zukünftig immer von einer echten Schusswaffe ausgehen, um durch angemessene Maßnahmen die möglichen Gefahren für sich und andere zu minimieren“, heißt es in der Antwort der Landesregierung. Die Problematik werde in der Aus- und Fortbildung intensiv thematisiert und trainiert.
Auch Onay plädiert für eine restriktivere Vergabe der Kleinen Waffenscheine. „Die Zahl der Anträge ist hochgeschossen, weil manche meinten, die Sicherheit selbst in die Hand nehmen zu müssen. Das ist ein fatales Signal. Die Gewalt liegt beim Staat und muss auch in den Händen der Polizei bleiben“, sagte Onay dem Politikjournal Rundblick.


