Alexander Saipa, Landrat des Landkreises Goslar, freut sich über "eine Art Belohnung für die bisher geleistete Arbeit": Die Telenotfallmedizin, die als Pilotprojekt im Landkreis Goslar gestartet ist, geht in den landesweiten Regelbetrieb über. Dabei schaltet der Rettungsdienst bei ausgewählten Einsätzen speziell ausgebildete Notärzte per Audio- oder Videoübertragung hinzu. "Die Ressourcen des Rettungsdienstes können somit gezielter eingesetzt werden", erklärt Innenministerin Daniela Behrens. Das Rettungspersonal vor Ort könne schneller Entscheidungen treffen und Behandlungen frühzeitig einleiten. 16 von 50 Rettungsdienstbereiche im Land sind bereits vollständig an das System angeschlossen, die übrigen sollten mittelfristig folgen. Die Firma Corpuls übernimmt die technische und organisatorische Umsetzung des landesweiten Systems. Das Vertragsvolumen betrage voraussichtlich insgesamt ca. 15 Mio. Euro über die Vertragslaufzeit von insgesamt acht Jahren, teilt das Innenministerium mit. Das Land schießt die Summe vor, die später von den Krankenkassen refinanziert werden soll. 2025 wurde bereits der kassenärztliche Notruf 116117 mit Hilfe eines privatwirtschaftlichen Dienstleisters auf Telemedizin umgestellt. Hier können Patienten selbst um ärztlichen Rat per Telefon oder Videocall bitten.


